Mike Oldfield, der sich stets als Klangexperimentator bewährt hat, verwendet auf „Guitars“ ausschließlich Gitarren (gezupft, gestrummt, gesampelt usw.), um jeden einzelnen Sound zu erzeugen. Die zarteren, akustischen Stücke „Summit Days“, „Muse“ und „Enigmatism“ besitzen die meditative, elegante Qualität, die man von Oldfield gewohnt ist. Doch den härteren Rockgitarren-Ensembles fehlt es an Oldfields gewohntem Sinn für Ordnung und Zielstrebigkeit. „Four Winds“, ein unfertiges Gewirr verzerrter Geräusche, verfehlt sein Ziel völlig. Innovativ und mitunter wunderschön, ist „Guitars“ ein weiteres interessantes Experiment einer der ambitioniertesten Ikonen der modernen Musik.